Josef Posipal †
D - * 20.06.1927 - † 21.02.1997
Größe: 176 cm
Gewicht: 76 kg
Erfolge als Spieler:
Weltmeister: 1× Weltmeister 1954 mit Deutschland

Sein Vater Peter Posipal wurde in Lugoj (dt. Lugosch) geboren, seine Mutter Anna Maria (geborene Hillier) stammte aus Darowa. Nachdem er in Lugoj das Gymnasium besucht hatte, kam Posipal im Alter von 16 Jahren nach Deutschland. In Wülfel bei Hannover erlernte er den Beruf des Maschinenschlossers im örtlichen Eisenwerk.
Als der Zweite Weltkrieg beendet war, erreichte ihn ein Brief seiner Mutter aus der alten Heimat in Rumänien. Sie bat den Sohn, unbedingt in Deutschland zu bleiben, weil die Rumäniendeutschen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt wurden.
1943 startete er seine Karriere beim TSV Badenstedt, kickte anschließend bis 1946 bei Linden 07. Kurz danach wechselte er zu Arminia Hannover, wo er von 1947 bis 1949 immerhin 42 Oberligaspiele bestritt. Sein großer Förderer war der Arminia-Trainer Georg (Schorsch) Knöpfle, der ihn 1949 zum Hamburger SV mitnahm.
Seine meisten Spiele bestritt er dann für diesen Verein, bei dem er von 1949 bis 1959 aktiv war. Er spielte von 1951 bis 1956 32 Mal für Deutschland und erzielte dabei ein Tor.
1953 wurde er als einziger deutscher Kicker in die Weltauswahl berufen, die England im Wembley-Stadion ein 4:4 abtrotzte.
Posipal stand als rechter Verteidiger mit der Deutschen Elf 1954 im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft und gewann mit der Mannschaft durch einen 3:2-Sieg gegen Ungarn den Weltmeistertitel. Seinen Gegenspieler im Endspiel, Zoltan Czibor, kannte Posipal schon seit Kindertagen. Beide waren in Lugoj (Rumänien) auf dieselbe Schule gegangen.
Posipal war verheiratet und hatte zwei Kinder. Sein Sohn Peer Posipal (* 3. Juli 1962) wurde Fußballprofi und absolvierte in der 1. Bundesliga 30 Spiele mit zwei Toren für Eintracht Braunschweig.
Er starb mit 69 Jahren bei einer Routineuntersuchung auf der Intensivstation des Uni-Krankenhauses Eppendorf an Herzversagen.

Trainer Sepp Herberger, Fritz Walter, Helmut Rahn, Jupp Posipal, Horst Eckel, Werner Liebrich, Ottmar Walter, Hans Schäfer, Max Morlock. Vorne Knieend: Karl Mai, Toni Turek, Werner Kohlmeyer
Josef "Jupp" Posipal: vom Hamburger SV. "Im Zentrum unserer Abwehr stand Jupp Posipal - ein Mann von unbestrittener Weltklasse", hatte Herberger über ihn gesagt.



Einmal HSV, immer HSV